Von Tom Sarac

Die Marke Fluval ist grundlegend mit dem Handel von tropischen Fischen und dem aquatischen Erfolg unserer Kunden, die ein Aquarium haben, verbunden. Die Aquaristik fasziniert mit schon mein Leben lang und ich habe mich immer wieder für wild gefangene Fische entschieden: ich züchte mit ihnen und schaffe mit ihnen natürliche Aquarien. Wildarten zeigen nicht nur das erwartete natürliche instinktive Verhalten, z.B. beim Laichen und Aufziehen von Jungfischen, sondern auch ihre Farben, ihre Größen und ihr Verhalten sind der genetische Beitrag, den viele der heutigen Inzuchtarten oft benötigen, um lebensfähige Zuchtpopulationen zu erhalten.

Umweltschutz ist ein Thema, das aus vielen Perspektiven betrachtet wird – einige mit einer sehr eingeschränkten, andere mit einer breiteren Perspektive. Viele Kanadier (darunter die kanadische Bundesregierung, die ihren Namen für das Umweltministerium gerade in „Umwelt und Klimawandel Kanada“ geändert hat) beschäftigen sich mit der Zukunft dieses Planeten und den besten Strategien zu seinem Schutz. Ich könnte dieses Thema endlos weiter ausführen, aber wir sollten uns hier nur auf unsere Branche konzentrieren.

Einige Gruppen wie PETA würden die Haltung von Fischen und den gesamten Handel mit tropischen Fischen gerne vollständig verbieten, ohne jegliches Verständnis dafür, wie effektiv unsere Branche die Umwelt damit schützen kann. Ein erstklassiges Beispiel für diese These ist das Projekt Piaba. Piaba ist eine gemeinnützige Organisation, die an einem umwelt- und sozialverträglichen Handel mit Fischen für Zieraquarien forscht und diesen fördert. Die treibende Kraft hinter diesem Projekt ist das grundlegende Verständnis, dass wild gefangene Fische, in diesem Fall aus dem brasilianischen Rio Negro (einem wichtigen Nebenfluss des mächtigen Amazonas), eine Ressource sind, die am besten in einer gesunden und geschützten Umwelt erhalten werden kann. Wer könnte sie besser schützen als die einheimische Bevölkerung, die in Einklang mit der Natur und damit auch den Fischen in dieser Region lebt? Sollten wir diese Industrie nicht unterstützen? Wenn wir diese Industrie nicht unterstützen, riskieren wir, dass die einheimische Bevölkerung für hochgradig zerstörerische Industrien wie die Forstwirtschaft, den Bergbau oder die Energiegewinnung arbeitet. Was würde dann aus ihrer Zukunft werden? Wären es Bedingungen, in die viele Stadtbewohner in Industrieländern hineingeboren wurden und diese als die Norm betrachten, oder wäre es besser für unseren Planeten, wenn die einheimische Bevölkerung in Südamerika weiterhin in Einklang mit der Natur leben könnte?

Südamerika wurde bisher zu Recht als die Lunge unseres Planeten bezeichnet; aber mit der zunehmenden Urbanisierung, der Landerschließung und der massenhaften Zerstörung ist unsere Industrie in Bezug auf die wild gefangenen Fische eine umweltfreundliche.

Wir führten eine kurze Befragung unter einigen Mitarbeitern in unserem eigenen globalen Hauptbüro durch und es stellte sich heraus, dass keine einzige Person je vom Projekt Piaba gehört hatte; also kann man wohl davon ausgehen, dass auch niemand außerhalb unseres Unternehmens je davon gehört hat.

Bitte schauen Sie sich die folgenden Links an: Der erste ist ein YouTube-Video von Dr. Gerald Bassleer, der dem Projekt Piaba seine Expertise auf einer Expedition zur Beurteilung des Zustands der Fischerei im Rio Negro zur Verfügung gestellt hat und der sich auf einige wichtige Statistiken über wild gefangene tropische Fische bezieht. Der zweite Link ist der Piaba-Jahresbericht 2017 und die entsprechende aktuelle Version für 2018.

(Video und Artikel nur in englischer Sprache)